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HISTORISCHES BESUCHERZENTRUM KOLDINGHUS

Das Historische Besucherzentrum Koldinghus ist eine Dauerausstellung über die Geschichte und die Restaurierung des Schlosses. Die Geschichte wird anhand von Texten und Bildern, Originalexponaten, einzelnen Kopien und einem Videofilm vermittelt, und nicht zuletzt durch eine Reihe von Modellen, die besser als viele Worte die verschiedenen Stadien des Schlosses veranschaulichen. Die Modelle wurden vom Architekten Lars Rothenburg und der Keramikerin Ulla Gravesen angefertigt. Als bauhistorischer Berater leistete Mogens Vedsø, mag.art., wertvolle Arbeit hinsichtlich der ältesten Bauperioden.

Wir danken der Stiftung Bikubenfonden, die mit einem finanziellen Beitrag die Einrichtung dieser Ausstellung ermöglicht hat.

Koldinghus heute

Koldinghus 2003

Und fünf Modelle

Koldinghus 1880

Der Brand von 1808 legte das Schloss in Schutt und Asche. Die schwere Dachkonstruktion zertrümmerte alles unter sich, und die Hälfte des Heroenturms stürzte durch den Rittersaal und die Kirche ein. Das Schloss wurde nicht wiederaufgebaut, und 1831 beschloss man, die Ruine als Denkmal zur erhalten.

Einer der beiden Heroen, der noch auf dem Turm stand, stürzte bei einem Sturm 1854 herab.

1874 neigte sich die Mauer des Südflügels so stark, dass der bedrohte Teil abgerissen wurde, um einen unkontrollierten Einsturz zu verhindern. 1879 stürzte der Gartenturm an der südwestlichen Ecke des Südflügels ein.

Der Stallhof brannte nicht nieder und wurde im Laufe des 19. Jh. für militärische und zivile Zwecke genutzt.

Koldinghus 1725

Von 1715-23 wurde Koldinghus in ein Schloss umgebaut, das weitgehend vom schlichten Palais-Stil des Barocks geprägt war. Erker und Giebel wurden entfernt, und die Latrinenschächte an der Außenseite verschwanden. Alle vier Flügel waren nun dreistöckig.

An der Mitte des Westflügels wurde ein Sandsteinportal errichtet, das den neuen Haupteingang des Schlosses markieren sollte. Eine monumentale Treppe, die im Raum dahinter geplant war, wurde jedoch nie gebaut, da Koldinghus nicht mehr zu den wichtigsten Residenzschlössern des Reichs gehörte. Damit hatte man auch keine Verwendung mehr für den imposanten Rittersaal, der stattdessen in kleinere Räume unterteilt wurde. Die Königsfamilie bevorzugte die Schlösser in Kopenhagen und Nordseeland, und Koldinghus diente vor allem als Unterkunft für kürzere Aufenthalte während der seltenen Reisen durch das Reich.

Der Renaissancegiebel und die niedrigen Ecktürme des Stallhofs waren nun verschwunden.

Koldinghus 1625

1597 wurde der Nordflügel durch ein Feuer zerstört. Sein Wiederaufbau war der Beginn der markanten Bautätigkeiten auf Koldinghus unter König Christian IV. Der Nordflügel wurde um ein Stockwerk erhöhte und war damit genauso hoch wie die anderen Flügel. Anschließend entstand der Heroenturm, benannt nach den vier antiken Helden, deren Statuen oben auf dem Turm aufgestellt wurden. Der Heroenturm war schon von weitem zu sehen und sollte signalisieren, dass hier an der Grenze zwischen dem Herzogtum Schleswig und der Provinz Nordjütland die beiden Königreiche Christians IV. begannen.

Außerdem wurden zwei neue, mit Grundmauern versehene Treppentürme gebaut, und durch einen äußeren Treppenturm am Westende des Südflügels bestand Zugang zu einer Badestube, die der König im Garten vor dem Schloss errichten ließ. Die Eingänge vom Schlosshof wurden mit reich verzierten und bunt bemalten Sandsteinportalen versehen.

Zwei niedrige, viereckige Türme, die von „Balkonen“ ähnlich der Balustrade des Heroenturms gekrönt waren, betonten nun den Haupteingang des Schlosses durch den Ostflügel des Stallhofs.

Koldinghus war noch immer eines der bedeutendsten Schlösser des Landes, und Christian IV. hielt sich häufig hier auf.

Koldinghus 1585

In den 1540er Jahren ließ König Christian III. Koldinghus umbauen. Die Zeit der altmodischen Burgen war vorbei. Der Geschützboden im Westflügel wurde erhöht und als Rittersaal eingerichtet. Die Festungsanlagen wurden geschleift. Auf dem zugeschütteten Wallgraben entstanden ein neuer Süd- und ein neuer Ostflügel, außerdem errichtet man ein Gebäude, das den neuen Ostflügel mit dem alten Nordflügel verband. Auf der Hofseite wurden Treppentürme gebaut. Bei den viereckigen Anbauten am Südflügel handelte es sich um die „geheimen Örtchen“, die Latrinenschächte des Schlosses. Das Schloss wurde nun erstmals weiß verputzt und mit Schiefer gedeckt.

Außerhalb befanden sich ein Torhaus und ein größeres Gebäude, die „Klotzbahn“, auf der Kugelspiele gespielt wurden. Von hier aus führte ein geheimer Gang, durch den man sich von außen ungesehen zwischen Schloss und Schlossgarten südlich des Stallhofs bewegen konnte.

Der Stallhof hatte die gleichen Ausmaße wie heute, und das Tor durch den Ostflügel war der Haupteingang des Schlosses. Hier waren die Pferde und Kutschen des Königs untergebracht. Das Vorwerk, der Wirtschaftshof des Schlosses, lag östlich des Schlosssees.

Koldinghus war nun eines der größten und modernsten Schlösser des Reichs. Das Königspaar hielt sich häufig hier auf, und nach dem Tod des Königs 1559 diente Koldinghus Königin Dorothea zehn Jahre lang als Witwensitz.

Koldinghus 1500

Wir wissen fast nichts darüber, wie die Burg in den ersten 200 Jahren aussah, doch so könnte Koldinghus Ende des 15. Jh. ausgesehen haben.

Der Nordflügel wurde in den 1440er Jahren von Christoph von Bayern erbaut. In den 1470er Jahren ließ König Christian I. den Westflügel mit Geschützboden im oberen Stock errichten. Die beiden Flügel wurden in Richtung Süden und Osten mit einer Ringmauer mit Schützengang verbunden. Von einem Torturm wurden keine Spuren gefunden, er muss aber existiert haben. Gleich außerhalb der Ringmauer verlief der innere Wallgraben.

Über die mittelalterlichen Gebäude auf dem Stallhofhügel ist nichts bekannt, doch war der Hügel von einem Wallgraben umgeben und gehörte daher zur Burg.​

Medvirkende ved etableringen af Koldinghus Historiecenter

Sponsor: Bikubenfonden

Arkitekt: Tegnestuen Mejeriet - Chris Fløe Svenningsen og Susanne Magelund

Tekster: Museet på Koldinghus - Vivi Jensen og Poul Dedenroth-Schou

Video: Sydproduktion - (Lisbeth Weitemeyer og Flemming Nørregaard)

Modeller: Lars Rothenborg og Ulla Gravesen

Bygningshistorisk konsulent: Mogens Vedsø

Oversættelse: Word Design og Christine Loch

Belysning: Nordisk Solar A/S

Plancher: LH Reklame

Murer: J.M.A. Byg I/S

Maler: Ove Jæger A/S

Tømrer: Henning Kiilerich

El: Møhler & Strøh

Montrer: J. Bissenbakker Maskinfabrik A/S

CONTACT KOLDINGHUS​

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Koldinghus 1

6000 Kolding

Postboks 91

Tlf.: 7633 8100

E-mail: museum@koldinghus.dk

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Closed on Christmas Eve, Christmas Day, New Year's Eve and New Year's Day

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