DIE RESTAURIERUNG VON KOLDINGHUS


Eine einzigartige Restaurierung 

1969 – 161 Jahre nach dem Brand – empfahl ein Ausschuss des Wohnungsbauministeriums die Restaurierung von Koldinghus. Es sollten jedoch noch ein paar Jahre vergehen, bevor der Empfehlung Taten folgten.

 

1972 wurden die Architekten Inger und Johannes Exner aus Aarhus mit der Leitung der Restaurierung beauftragt. Johannes Exner war zu diesem Zeitpunkt Dozent für Restaurierung an der Architekturschule in Aarhus, wo er später auch Professor wurde. Der erste Vorschlag des Ehepaares im Jahr darauf lief darauf hinaus, die äußere Form des Schlosses von 1808 mit einer modernen Stahl-Glas-Konstruktion nachzubilden. Damit wäre es für alle Betrachter offensichtlich, welche Teile ursprünglich und welche restauriert seien. Dieser erste Vorschlag des Ehepaars Exner fand jedoch in der Bevölkerung nicht genug Unterstützung, und als der beratende Bauausschuss des Kultusministeriums in Sachen Denkmalschutz durchsichtige Wände ablehnte, wurde der Vorschlag ad acta gelegt.

Nach einer weiteren Pause wurde die Arbeit 1975 wiederaufgenommen, und die Restaurierung von Koldinghus erfolgte kontinuierlich bis 1993. Begonnen wurde mit der Schlosskirche, die durch das Einstürzen des Heroenturms 1808 zerstört worden war. Der Kirchenraum war beim Wiederaufbau des Turms in den 1930er Jahren überdacht worden. Jetzt richtete man den Raum nach den neuen Prinzipien ein, die die Grundlage für die Restaurierung bilden sollten. Die einstige Architektur des Raums wurde mit Hilfe von „Straßenlaternen“ und sternförmigen Kronleuchtern nachgebildet, die das ursprüngliche Gewölbe imitieren.


Das Ziel der Restaurierung bestand also nicht darin, ein königliches Schloss wiederaufzubauen, sondern eine Ruine zu erhalten, in der sich 700 Jahre dänische Geschichte verbergen. Die Ruine so wenig wie möglich anzutasten – das war die durchgehende Idee bei der Restaurierung. Die Ruine ist die Hauptquelle für das unterschiedliche Aussehen und Interieur des Schlosses und sollte daher nahezu unangetastet stehen bleiben.


Es war natürlich klar, dass das Gemäuer in sehr schlechtem Zustand war. Daher wurde im Süd- und Ostflügel eine Konstruktion aus laminierten Holzsäulen errichtet, die das Dach und die Geschossdecken tragen. Die fehlende große Mauerpartie im Südosten wurde mit einer leichten Holzwand verdeckt, die an der Dachkonstruktion hängt. Die Holzwand ist außen mit gespaltenen Eichenschindeln verkleidet. Die laminierten Holzsäulen sind von den Fundamenten bis zur Dachkonstruktion auf allen Etagen kardanisch gelagert, um sämtliche Bewegungen der neuen Konstruktion aufzufangen. Verantwortlich für diese besonderen Konstruktionen war der beratende Ingenieur der Restaurierung, Erik Holm Christensen aus Kolding.


Mit der Restaurierung des Südflügels entstand ein in Dänemark einzigartiger Raum. Der gesamte Südflügel präsentiert sich als großer Raum mit tiefen Balkonen, die von Westen bis zum vierstöckigen Ruinensaal im östlichen Teil des Flügels reichen. Der Keller und die drei Etagen sind durch frei hängende, gegenläufige Treppen miteinander verbunden, die den Besucher durch die Ruine hinauf führen mit klarem Blick auf das Gemäuer, das von Feuer und fast zwei Jahrhunderten äußerer Abnutzung geprägt ist.


Die Restaurierung von Koldinghus hat auf der ganzen Welt Anklang gefunden. Noch immer besuchen zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland mit unterschiedlichen Fachgebieten – Architekten, Ingenieure, Museumsfachleute, Bauleiter u. a. – das Schloss, um eine Restaurierung zu studieren, die ihresgleichen sucht.

 

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Täglich 10.00-17.00 Uhr..
Geschlossen 24. - 25. Dezember und 30. Dezember - 1. Januar.

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Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

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